Grüner Tee für die Grünlinge?
 

Zugegeben, das klingt komisch. Gemeint ist damit, daß unsere Kindergruppe „Grünlinge“ an einem weltweiten Projekt teilnimmt. Es nennt sich „Expedition Erdreich“. Alexandra Pretzl hat davon gelesen und vorgeschlagen, mitzumachen. Marion Zlamal war sofort begeistert. Anbei Bilder von der Aktion der beiden Kindergruppenbetreuerinnen in Hochdorf, bei der die Kinder auch Bodenproben untersucht haben, Regenwürmern beim Krabbeln zuhören konnten und begeistert mitgemacht haben.

Dabei werden überall auf der Welt standartisierte Teebeutel mit grünem und Roibusch-Tee 8 cm tief im Erdboden vergraben, die Überreste nach 3 Monaten wieder ausgegraben und begutachtet (getrocknet und gewogen).

Wie schnell die Pflanzenmaterialien im Boden abgebaut werden, zeigt an, wie gesund und lebendig der Erdboden an dieser Stelle ist. Ein hoher Gewichtsverlust des Teebeutels ist ein Indikator für eine hohe biologische Aktivität des Bodens. Die beiden Teesorten werden unterschiedlich schnell abgebaut. Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: Den Teebeutel-Index TBI.

Ziel ist, eine weltweite Bodenkarte zu erstellen. Die Ergebnisse, Fotos und Geschichten aller Teilnehmenden werden auf dieser Karte veröffentlicht. So werden wir vielleicht doch eine erhöhte Aufmerksamkeit für den Umgang mit einer unserer wichtigsten Resourcen erreichen.
 

“Expedition Erdreich“, die bundesweite Citizen-Science-Aktion zur Bodenforschung, kam auch nach Duggendorf: der Obst- und Gartenbauverein Duggendorf beteiligt sich an dem bislang größten Bürgerforschungsprojekt in der Bodenforschung in Deutschland und untersucht den Boden mit Teebeuteln. Gemeinsam mit knapp 20 Kindern und Jugendlichen führte Marion Zlamal die Aktion am Donnerstag, den 15.07., ab 16 Uhr im Vereinsheim in der Hofmarkstraße 12, 93182 Duggendorf durch.

Pressemitteilung zur Aktion:

Bürgerforschende aus allen Bundesländern sowie über 300 Schulen nehmen an der Expedition Erdreich teil. Bis September erheben sie Bodendaten an bis zu 9.000 Standorten. Es ist das erste derart umfassende Bürgerforschungsprojekt in der Bodenforschung in Deutschland. Mithilfe von genormten Teebeuteln, die für drei Monate im Boden vergraben werden, sowie weiteren Bodenuntersuchungen erforschen die Teilnehmenden den Bodenzustand. Die erhobenen Bodendaten fließen anschließend in nationale und internationale Forschungsprojekte zur nachhaltigen Bodennutzung ein. Ein Teil der Ergebnisse wird für die Klimamodellierung zur Verfügung gestellt. Die Aktion findet im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), statt. „Expedition Erdreich“ wird wissenschaftlich vom BonaRes-Zentrum für Bodenforschung und vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung begleitet.

Da in der Schweiz eine erste Aktion mit vergrabenen Unterhosen (!) stattfand und die Kinder das so lustig fanden, haben die beiden Kindergruppenbetreuerinnen flugs aus je einem (genormten) Damenschlüpfer und der Info, wie er vergraben bzw. wieder ausgebuddelt werden soll, für alle Kinder je ein Set zusammengestellt und verteilt. Wir sind sehr gespannt auf das damit im heimischen Garten gemessene Bodenleben…

 

Liebe Gartlerinnen und Gartler,

im Nachklang zu unserer ersten Aktion im Jahr hier zusammengefasst, was der Kreisfachberater Herr Sedlmeier am Dienstag vorgeschlagen hat. Und als Anhang findet ihr das Fachblatt sowie ein paar Fotos.

Im Nachhinein hat er noch folgende Bäume als Alternative zum Amberbaum angegeben:

  • Mehlbeere (Sorbus aria)
  • Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)
  • Apfeldorn (Crataegus lavallei 'Carrierei')

Wie legt man ein neues Staudenbeet auf einem grasbewachsenen Hang an?

  • Man schaut sich den Standort an: Himmelsrichtung, Bodenbeschaffenheit, Wasserbedarf, Umgebung.
  • Am besten eignet sich der Frühling zum Bepflanzen.
  • Zur Vorbereitung werden die Grassoden umgestochen und 14 Tage sich selbst überlassen. Danach die Oberfläche etwas krümeln und los geht`s:

 

Pro qm rechnet man 7 Pflanzen. Die Auswahl ist groß. Es gibt aber fertige Staudenmischungen. (z.B. Silbersommer). Keine Bodenverbesserung! Kein Dünger!
Nur Loch graben, Pflanze einsetzen, andrücken, 1 mal angießen, fertig.
Naturnahe Stauden (z.B. Iris) mögen magere Böden.
Das Beet wird sich dynamisch im Lauf der Zeit ändern: Einige Pflanzen wachsen besser als andere, die Höhe kann von 25cm bis zu einem halben Meter alterieren.
Keinen Rindenmulch ausbringen: er würde das Zusammenwachsen und die Bodenbedeckung nur stören
und verhindern.
Ein zentraler Baum als Hingucker bietet sich in Horsts Gartenstück an. Er kann komplett unterpflanzt werden.
Wegen des Klimawandels gedeihen einige Stauden nicht mehr so gut. (z.B. Rittersporn).
Strauchrosen eignen sich auch sehr gut, da sie nicht geschnitten werden müssen. (Heritage, Queen of Denmark, Mozart) sie bleiben auf ca. 1,50m Höhe).

Zum Thema Dünger im Garten: Am besten Kompost.

Im Frühjahr wird er dünn (3mm!) ausgebracht. Das reicht für das ganze Jahr. Pflanzen wachsen viel stabiler, wenn sie nicht überdüngt sind.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, besonders bei Josef Sedlmeier und dem Ehepaar Schönberger, die uns noch mit Kaffee und Apfelkuchen bewirtet haben!

Herzliche Grüße

Eure Lilia