Herbst 2019

 

Liebe Gartlerinnen und Gartler

 

Heute ist der 1.Oktober. Bisher ein windiger Sonnentag. Wieder muß ich umgeknickte Dahlien und Ziertabak stützen, wieder sind alle Blumenkübel vom Wind ausgetrocknet. Und da wir am Wald leben, sieht man, welche Schäden die zwei knochentrockenen Sommer den Bäumen zugefügt haben.

Manche Buchen haben verkrüppeltes Laub, vor allem die jungen Bäume. Alle Nadelbäume sind krank, viele bereits abgestorben. Vor kurzem wäre ich beim Spaziergang fast von einem herunter stürzenden Eichenast erschlagen worden.

Der Sturm der letzten Tage hat einigen Bäumen den Rest gegeben.

Obst und Nüsse haben wir auch kaum, Schmetterlinge selten. Deshalb kann ich zum ersten Mal seit Jahren von der blauen Trichterwinde keine Samen abnehmen – die Blüten verwelken unbefruchtet.

Dafür plündern uns Vögel und Eichhörnchen das Futterhaus wie noch nie. Eichelhäher klauen sich Erdnüsse. Die wenigen Quitten sind am Baum ringsherum abgenagt.

Unser Garten ist ein Wildgarten, aber das nutzt nichts gegen die weit greifenden Veränderungen der Umwelt. Ich mache mir Sorgen.

Trotzdem gebe ich die Hoffnung auf Besserung nicht auf. Wie heißt es so schön: Wir brauchen die Natur. Die Natur braucht uns nicht!

Auf unserem nächsten Gartler-Stammtisch, am Donnerstag, dem 10.Oktober, geht es um Vorratshaltung. Dabei kommt die veränderte Situation auch zum Tragen.

Und versäumen Sie nicht, mit uns zu wandern. Am 03.Oktober um halb 2 Uhr nachmittags geht es von Neuhof, Bushaltestelle zum Rudelhof. Dort machen wir eine gemütliche Kaffeepause und spazieren anschließend zurück.

Wir freuen uns auf Sie!

Herzlich

Lilia Auerböck

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Gruppenbild

 

Franziska

Wandertag der deutschen Einheit 03.10.2019
 

so könnte man unseren Ausflug sehr gut bezeichnen:

Obwohl am Donnerstag das Wetter trüb war und uns ein kalter Herbstwind um die Ohren pfiff, nahmen 22 Männer, Frauen und Kinder an unserer Herbstwanderung teil.

Nicht nur wir Gartler, sondern auch Gäste aus umliegenden Dörfern machten mit.

Nach dem unverzichtbaren Gruppenbild marschierten wir von der Bushaltestelle in Neuhaus Richtung Rudelhof, ein ‚griabigs‘ Wirtshaus mit einem bayerischen Stüberl, mitten in Feld und Wald gelegen, nahe Beratzhausen.

7 oder 8 Kilometer ging es flott über Stock und Stein, auch mal quer durch eine Wiese. Und wir staunten immer wieder über die wunderbare Aussicht, putzige rot-weiß getupfte Fliegenpilze oder das saftig grüne Waldmoos und freuten uns, an der frischen Luft zu sein. 

Eine Entenschar begrüßte uns am Eingang, und zu unserer Überraschung auch noch einige ältere Gartler, die sich die Strecke mit dem Auto erobert hatten.

So gab es ein großes Hallo, die Wirtsleute und ein schöner Berner Sennhund empfingen uns herzlich. Es gab Kaffee und tolle Torten. Tja, und einen Schluck Birnenlikör, der zu unserer ausgelassenen Stimmung passte.

Gut gestärkt und topfit traten wir den Heimweg an.

Jedes Jahr suchen wir eine andere schöne Wanderstrecke aus, und immer bringt man gemeinsame Erlebnisse mit nachhause
…letztes Jahr hatten wir die Taschen voller Riesen-Walnüsse, heuer das gute Gefühl, mit Vergnügen etwas für die Gesundheit getan zu haben.

Dieser etwas anspruchsvollere Spaziergang bleibt uns in bester Erinnerung. Wir würden uns freuen, wenn Sie nächstes Jahr auch dabei wären!

Ihre

Lilia Auerböck

 

PS: Weitere Bilder in der Fotogalerie

 

Weidenflechtkurs 2020